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comdirect vs ING

Zwei Direktbanken, ein entscheidender Unterschied

comdirect oder ING? Auf den ersten Blick sind sich die beiden verblüffend ähnlich: 0 € Depotführung, Sparrate ab 1 €, kein Elternkonto nötig, identische Ordergebühr von 4,90 € plus 0,25 %.

Der Unterschied liegt in einem Detail mit großer Wirkung. Bei der ING sind alle 1.215 ETF-Sparpläne kostenlos. Bei comdirect gilt das nur für 559 ausgewählte „Specials“ — jeder andere ETF kostet 1,5 % pro Ausführung.

🎯 Schnell-Zusammenfassung
  • ING: alle 1.215 ETF-Sparpläne kostenlos, 0,75 % Zinsen aufs Verrechnungskonto
  • comdirect: 559 Specials kostenlos, sonst 1,5 % pro Ausführung, 0 % Zinsen, Geburtsurkunde als Scan
  • Beide: 0 € Depotführung, ab 1 € Sparrate, kein Elternkonto, 4,90 € + 0,25 % pro Einzelorder

Direkter Vergleich

Kriterium
comdirect
ING
Gesamtbewertung 6.6/10 7.5/10
Depotgebühr 0,00 € 0,00 €
ETF-Sparplangebühr 0,00 € bei 559 Specials
1,5 % bei allen anderen
0,00 € bei allen
Kostenlose ETF-Sparpläne 559 1.215
Mindest-Sparrate 1 € 1 €
Zinsen auf Guthaben 0,00 % 0,75 %
Ordergebühr (Einzelkauf) 4,90 € + 0,25 % 4,90 € + 0,25 %
Eltern-Voraussetzung Keine Keine
Eröffnung eID + Video + Post eID + Video + Post
Besonderheit Geburtsurkunde als Scan Größte Direktbank Deutschlands

Die wichtigsten Unterschiede erklärt

Sparplangebühren: Das ist der Punkt, an dem die Entscheidung fällt. Die ING stellt alle 1.215 ETF-Sparpläne kostenlos — du musst auf keine Liste schauen. comdirect führt 559 ETFs als Specials ohne Orderentgelt; wählst du einen anderen, kostet jede Ausführung 1,5 % der Sparrate.

Zinsen: Die ING zahlt 0,75 % aufs Verrechnungskonto, comdirect nichts. Bei 1.000 € Guthaben, das auf den nächsten Kauf wartet, sind das 7,50 € im Jahr Unterschied. Nicht viel, aber es läuft in dieselbe Richtung wie die Sparplangebühren.

Wo comdirect punktet: Die Geburtsurkunde reicht als Scan. Bei vielen Banken muss sie per Post gehen — das kostet Tage. Wer die Eröffnung an einem Abend durchziehen will, ist hier schneller.

Was identisch ist: Depotführung, Mindestsparrate, Ordergebühr für Einzelkäufe, Eröffnungswege und die Tatsache, dass du kein eigenes Konto bei der Bank brauchst. In diesen Punkten nehmen sich die beiden nichts.

Beide sind keine Neobroker: 4,90 € plus 0,25 % pro Einzelorder ist deutlich mehr, als Trade Republic oder Scalable Capital nehmen. Wenn ihr regelmäßig größere Geldgeschenke einmalig anlegt, lohnt der Blick auf den Neobroker-Vergleich.

Kostenrechnung über 18 Jahre

Beispiel: 50 € monatlich über 18 Jahre (216 Ausführungen)

ING (jeder ETF):

  • Sparplangebühr: 0,00 € × 216 = 0 €
  • Zinsen auf Guthaben (500 € Ø): ~70 € Ertrag
  • Gesamt: 70 € Plus

comdirect mit Special:

  • Sparplangebühr: 0,00 € × 216 = 0 €
  • Zinsen: 0 €
  • Gesamt: 0 €

comdirect ohne Special (1,5 %):

  • Sparplangebühr: 0,75 € × 216 = 162 €
  • Zinsen: 0 €
  • Gesamt: 162 € Kosten

Vorteil ING: 70 € gegenüber comdirect mit Special, 232 € gegenüber comdirect ohne

Unser Urteil

Die ING gewinnt — und zwar unabhängig davon, welchen ETF du wählst. Alle Sparpläne sind kostenlos, das Verrechnungskonto wird verzinst, und bei Depotführung, Sparrate und Ordergebühr liegt sie mit comdirect gleichauf. Es gibt keinen Punkt, an dem comdirect bei den Kosten vorbeizieht.

Für comdirect spricht der schnellere Papierkram: Die Geburtsurkunde reicht als Scan. Wenn dein Wunsch-ETF in der Special-Liste steht, zahlst du auch dort keine Sparplangebühr — dann kostet dich die Entscheidung nur die entgangenen 0,75 % Zinsen.

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