# Depot für Enkelkinder: So legen Großeltern für ihre Enkel an (2026)

> Großeltern können kein Junior Depot eröffnen — einzahlen aber schon. Die 3 Wege, Schenkungsfreibeträge und was 50 € von Oma bis 18 bringen.

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Veröffentlicht: 2026-07-27
Autor: Oliver Frankfurth, Bankfachwirt (IHK) — https://juniordepot.info/ueber-uns/

## Das Wichtigste in Kürze

- Großeltern können kein Junior Depot eröffnen — das dürfen nur die Eltern. Einzahlen per Dauerauftrag darf aber jeder
- 200.000 € Schenkungsfreibetrag pro Großelternteil alle 10 Jahre — bei Oma und Opa zusammen 400.000 €
- 50 € monatlich von Oma werden bis zum 18. Geburtstag rund 19.500 € (bei 6 % p.a.)

![Depot fuer Enkelkinder: Grosseltern legen fuer den Enkel an](https://juniordepot.info/images/ratgeber/depot-fuer-enkelkinder-hero.webp)

Ein Junior Depot für Enkelkinder können Großeltern nicht selbst eröffnen, das dürfen nur die sorgeberechtigten Eltern. Einzahlen darf trotzdem jeder, per Dauerauftrag aufs Verrechnungskonto des Kinderdepots. Oma und Opa besparen also das Depot der Eltern mit, statt ein eigenes auf den Enkel zu führen.

## Warum Großeltern kein Depot auf den Enkel eröffnen dürfen

Ein Junior Depot läuft auf den Namen des Kindes. Wer für ein Minderjähriges ein Konto oder Depot eröffnet, handelt als gesetzlicher Vertreter. Das sind nach dem Gesetz die sorgeberechtigten Eltern, meist gemeinsam. Großeltern haben kein Sorgerecht, ihnen fehlt die Vertretungsbefugnis. Sobald Oma oder Opa im Antrag als Vertreter auftauchen, lehnt die Bank ab.

Ein Depot auf den eigenen Namen "für den Enkel" ändert daran nichts. Dann gehört das Geld weiter dir, nicht dem Kind. Steuerlich und im Erbfall macht das einen großen Unterschied, dazu unten mehr.

Für Großeltern bleiben drei Wege, die funktionieren. Der erste ist der einfachste.

## Weg 1: Aufs Junior Depot der Eltern einzahlen

Die Eltern eröffnen das Depot, du überweist dazu. Jede Bank führt zu einem Kinderdepot ein Verrechnungskonto. Dort landen eingehende Beträge, bevor der Sparplan sie in ETFs steckt. Die IBAN dieses Verrechnungskontos bekommst du von den Eltern.

So richtest du deinen Beitrag ein:

- Dauerauftrag über deine Hausbank, zum Beispiel 50 € zum Monatsanfang
- Empfänger: das Verrechnungskonto des Kinderdepots
- Verwendungszweck: "Schenkung an [Name des Enkels]" plus Datum

Der Verwendungszweck ist kein Formalismus. Er belegt, dass das Geld eine Schenkung von dir an das Kind ist und kein Darlehen an die Eltern. Bei größeren Beträgen zählt dieser Nachweis gegenüber dem Finanzamt.

Der große Vorteil dieses Wegs liegt in der Steuer. Die Kapitalerträge laufen im Depot des Kindes auf. Dort bleiben pro Jahr über 13.000 € Gewinne steuerfrei, weil das Kind eigenen Grundfreibetrag, Sparerpauschbetrag und die Sonderausgaben-Pauschale nutzt. In deinem eigenen Depot zahlst du auf jeden Euro Kursgewinn 25 % Abgeltungssteuer.

Damit der Freibetrag greift, richten die Eltern einmalig einen Freistellungsauftrag über 1.000 € beim Anbieter ein. Bis zu dieser Grenze behält die Bank keine Steuer ein. Für höhere Erträge holen sie eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beim Finanzamt. Als Großelternteil musst du dich darum nicht selbst kümmern, ein kurzer Hinweis an die Eltern reicht.

## Weg 2: Eltern eröffnen, Oma und Opa besparen mit

Noch kein Depot vorhanden? Dann sprich mit den Eltern, bevor sie irgendeinen Anbieter nehmen. Zwei Dinge entscheiden über die Rendite deines Enkels: die Kosten und die Sparplan-Auswahl.

Worauf ihr gemeinsam achtet:

- Keine Depotführungsgebühr, sonst frisst sie kleine Sparraten an
- Kostenlose ETF-Sparpläne auf einen breiten Welt-Index wie MSCI World oder FTSE All-World
- Ein Eröffnungsweg, der zu den Eltern passt, volldigital per eID oder Video-Ident

Welcher Anbieter das erfüllt, hängt vom Einzelfall ab. Der [Depot-Finder](https://juniordepot.info/depot-finder/) filtert in zwei Minuten die passenden Kinderdepots nach Kosten und Eröffnungsweg.

Danach läuft es wie bei Weg 1: Die Eltern sind die Kontoinhaber, dein Dauerauftrag füllt das Verrechnungskonto. Der Unterschied liegt in der Absprache vorab. Wenn du 50 € oder 100 € im Monat über 18 Jahre einzahlst, willst du nicht, dass eine Depotgebühr von 2 € im Monat still mitläuft und einen Teil deiner Rendite auffrisst.

Ein guter Startpunkt ist die Geburt. Was du zur [Geburt](https://juniordepot.info/anlaesse/geburt/) anlegst, hat die volle Laufzeit von 18 Jahren, in denen der Zinseszins arbeitet.

## Weg 3: Im eigenen Depot ansparen und später schenken

Manche Großeltern wollen die Zügel behalten, bis der Enkel älter ist. Sie sparen in ihrem eigenen Depot und übertragen die Anteile erst später. Das ist erlaubt, kostet aber Rendite und bringt zwei Haken.

Erstens die Steuer. In deinem Depot zahlst du auf jeden Kursgewinn 25 % Abgeltungssteuer plus Soli. Verkaufst du nach 18 Jahren, um das Geld zu schenken, greift der Fiskus zu. Im Kinderdepot wären dieselben Gewinne bis über 13.000 € pro Jahr steuerfrei geblieben. Wächst dein Depot über die Jahre auf 15.000 € Gewinn, liegt der Unterschied schnell im vierstelligen Bereich.

Zweitens der Erbfall. Solange das Geld auf deinem Namen liegt, gehört es zu deinem Vermögen. Stirbst du, bevor du geschenkt hast, fällt es in den Nachlass und wird nach Erbregeln verteilt, nicht zwingend an den Enkel. Eine geplante Schenkung zu Lebzeiten sorgt dagegen dafür, dass das Geld beim Enkel ankommt.

> "Ich hatte Großeltern in der Beratung, die 15 Jahre im eigenen Depot für den Enkel gespart haben. Beim Verkauf ging ein Viertel des Gewinns an den Fiskus. Im Kinderdepot wäre derselbe Betrag steuerfrei durchgelaufen." – Oliver Frankfurth

Überträgst du Anteile statt zu verkaufen, kann ein Depotübertrag den Steuerzeitpunkt verschieben, wirft aber eigene Fragen auf (Anschaffungsdaten, Freibeträge). Für die meisten Familien ist der direkte Weg über das Kinderdepot einfacher und günstiger.

## Die drei Wege im Vergleich

| Weg                             | Depot läuft auf | Steuer auf Gewinne                        | Kommt beim Enkel an                |
| ------------------------------- | --------------- | ----------------------------------------- | ---------------------------------- |
| Aufs Eltern-Depot einzahlen     | das Kind        | Kind-Freibeträge, über 13.000 €/Jahr frei | ab der Einzahlung                  |
| Gemeinsam eröffnen und besparen | das Kind        | Kind-Freibeträge                          | ab der Einzahlung                  |
| Eigenes Depot, später schenken  | dich            | 25 % Abgeltungssteuer                     | nur, wenn du die Schenkung erlebst |

Die ersten beiden Wege unterscheiden sich nur im Startpunkt: Existiert das Depot schon, zahlst du dazu (Weg 1). Fehlt es noch, wählt ihr den Anbieter zusammen (Weg 2). Steuerlich und beim Zugriff stehen beide gleich gut da. Weg 3 kostet dich Rendite und Sicherheit.

<div class="callout-box important">
<span class="callout-title">Wann du es lassen solltest</span>
Das Geld ist bis zum 18. Geburtstag gebunden und gehört dann rechtlich allein dem Enkel. Brauchst du die Summe womöglich selbst, für Pflege oder eine größere Anschaffung, schenk sie nicht ins Kinderdepot. Einmal eingezahlt, kommst du nicht mehr heran.
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## Was der Fiskus beim Schenken erlaubt

Großeltern dürfen ihrem Enkel 200.000 € alle 10 Jahre steuerfrei schenken, pro Großelternteil. Oma und Opa zusammen kommen auf 400.000 €, und nach 10 Jahren startet der Freibetrag von vorn. Für einen normalen Sparplan von 50 € oder 100 € im Monat liegt das weit außerhalb der Reichweite. In 18 Jahren zahlst du bei 100 € rund 21.600 € ein. Schenkungssteuer ist hier kein Thema.

Dokumentiere trotzdem den Verwendungszweck jeder Überweisung. Bekommt ein Enkel später einmal eine größere Erbschaft oder Immobilie, zählen frühere Schenkungen der letzten 10 Jahre mit. Welcher Freibetrag für wen gilt und wann du das Finanzamt informieren musst, steht ausführlich im [Ratgeber zu Schenkungsfreibeträgen](https://juniordepot.info/ratgeber/geld-schenken-kinder-freibetrag/).

## Was 50 € von Oma bis 18 werden

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Annahme: 6 % Rendite pro Jahr, wie ein breiter Welt-ETF langfristig im Schnitt geliefert hat.

**Dauerauftrag ab Geburt:** 50 € im Monat über 18 Jahre ergeben rund 19.500 €. Eingezahlt hast du davon 10.800 €, die restlichen etwa 8.700 € macht der Zinseszins. Mit 100 € im Monat sind es rund 39.000 €.

**Einmalbetrag zur Geburt:** Legst du stattdessen 5.000 € auf einen Schlag an, wächst der Betrag über 18 Jahre auf das rund 2,85-Fache, also etwa 14.250 €. Ohne einen weiteren Cent nachzulegen.

Ob Dauerauftrag oder Einmalbetrag besser zu dir passt, hängt davon ab, ob du regelmäßig etwas übrig hast oder eine größere Summe auf einmal. Beide Ansätze vergleicht der [Ratgeber Einmalanlage oder Sparplan](https://juniordepot.info/ratgeber/einmalanlage-oder-sparplan/) im Detail.

## Häufige Fragen

### Kann ich als Oma einen Sparplan direkt aus meinem Konto ins Enkeldepot laufen lassen?

Nein. Ein Sparplan zieht immer vom Verrechnungskonto des Depots ein, und das läuft auf das Kind. Du fütterst dieses Verrechnungskonto per Dauerauftrag von deinem eigenen Konto. Das Ergebnis ist dasselbe, es ist nur ein Schritt mehr: erst dein Dauerauftrag aufs Verrechnungskonto, dann der Sparplan von dort in den ETF.

### Was passiert mit dem Geld, wenn mein Enkel 18 wird?

Mit 18 gehört das Depot rechtlich allein dem Enkel, er bekommt vollen Zugriff. Bis dahin verwalten es die Eltern treuhänderisch und dürfen das Geld nur im Interesse des Kindes einsetzen, nicht für eigene Zwecke. Wer sichergehen will, dass der Enkel klug damit umgeht, spricht früh mit ihm über den Sinn hinter dem Ersparten.

### Sollen die Eltern wissen, wie viel ich einzahle?

Ja. Das Geld läuft über ihr Verrechnungskonto, sie sehen die Eingänge ohnehin. Und beim Freistellungsauftrag des Kindes müssen alle Einzahler an einem Strang ziehen, sonst verschenkt ihr steuerfreie Beträge. Eine kurze Absprache einmal im Jahr reicht.

To-Do, wenn du heute anfangen willst: IBAN des Verrechnungskontos bei den Eltern erfragen, Dauerauftrag über 50 € einrichten, Verwendungszweck mit dem Namen des Enkels. Existiert noch kein Depot, öffnet ihr zuerst gemeinsam den [Depot-Finder](https://juniordepot.info/depot-finder/) und wählt einen Anbieter ohne Depotgebühr.
